Sanierung des Brentano-Hauses schreitet voran
(Stand Januar 2017)
Der im Juli 2015 begonnene erste Bauabschnitt zur Sanierung des Brentano-Hauses kann im Winter 2016/17 abgeschlossen werden. Er umfasste alle Arbeiten an der Außenhaut des Gebäudes. Die aufwändigen Dachdeckerarbeiten in altdeutscher Schieferdeckung sowie die Verschieferung des Westgiebels in sehr schöner ornamentaler Anbringung wurden bis Ende November 2015 fertig gestellt. Parallel wurde der zu stark sperrende Zementputz der Gartenseite des Hauses abgenommen und durch einen Kalkputz ersetzt. Die Anstricharbeiten der gliedernden Holzteile, der Fensterrahmungen und Gesimse, wurden in den Obergeschossen noch im Dezember durchgeführt.

Im Frühjahr 2016 starteten die Arbeiten an dem Verputz der Straßenseite, der noch aus dem 19.Jahrhundert stammt und in weiten Teilen gesichert werden konnte. Gleichzeitig begannen in verschiedenen Abschnitten die Reparatur und Rekonstruktion der Fenster und Klappläden, die sich bis in den Anfang des Jahres 2017 hinzogen, denn diese Arbeiten waren sehr zeitintensiv. Ende 2016 konnte das Gerüst auf der Straßenseite abgebaut werden, nachdem der letzte Farbanstrich nach Befund erfolgt und das Rankgitter repariert und wieder angebracht worden war. Das Gebäude hat jetzt sein ursprüngliches Erscheinungsbild im Äußeren zurückgewonnen. Die Aufarbeitung der originalen Türen wird 2017 erfolgen.
Mit Beginn des Jahres 2016 begannen auch die Vorbereitungsarbeiten für die Restaurierungsarbeiten im Inneren. In der die Maßnahme begleitenden Baukommission werden die Planungen durchgesprochen und das Raumprogramm sowie seine Umsetzung festgelegt. Restauratoren führen derzeit die notwendigen Voruntersuchungen durch, um damit die Voraussetzungen für die aufwändigen restauratorischen Arbeiten zu schaffen.
Der zweite Bauabschnitt, für den die erforderlichen Mittel aus öffentlichen Geldern bereitstehen, umfasst die Instandsetzung des Badehauses auf dem hinteren Grundstücksteil, für die wir auch auf eine finanzielle Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hoffen, sowie den Aus- und Umbau der 1986 errichteten Kelterhalle zu einer Touristen-Information. Gleichzeitig wird dieser gestalterisch aufzuwertende Anbau die für einen Museums-Betrieb notwendigen Infrastruktur-Einrichtungen wie Kasse, Museums-Shop und Toilettenanlagen aufnehmen. Dadurch kann das historische Gebäude von diesen Einrichtungen frei gehalten werden.
Bereits 2016 mussten Sicherungsarbeiten am klassizistischen Badehaus, dessen Entstehung dendrochronologisch auf 1817 datiert werden konnte, vorgenommen werden. Der sehr schlechte Bauzustand erforderte dringend die Reparatur des Dachstuhles und die Erneuerung der Schieferdeckung. Auch die westliche Holzsäule des Portikus wurde in diesem Zug schon erneuert. 2017 steht jetzt die Restaurierung und Fertigstellung des Badehauses an. Es wird im Bestand gesichert. Fenster und Türen werden repariert, die in der Vergangenheit erneuerten Fenster gegen einen originalen Nachbau ausgetauscht. Das Holzgerüst des verputzten Fachwerkgebäudes ist in einem sehr schlechten Zustand und muss instand gesetzt werden. Das aufgeschüttete Gelände um das Gebäude wird wieder auf die zur Zeit im Erdreich steckende Sockelhöhe abgetragen, so dass die ursprünglichen Gebäudeproportionen wieder erlebbar werden. Der Sandstein von Sockel, Treppe und Fußbodenplatten im Bereich des Portikus muss repariert bzw. ergänzt werden. Der schöne Terrazzo-Boden mit dem Wappen der Familie Brentano wird an den Fehlstellen behutsam ergänzt und abgeschliffen. Wir hoffen, dass schon im Sommer 2017 das Gebäude als kleines Veranstaltungshaus für literarische Salons oder kammermusikalische Veranstaltungen zur Verfügung steht.
Die Arbeiten im Inneren des Brentano-Hauses können frühestens 2018 in Angriff genommen werden. Hier fehlt zur Zeit noch vollständig die Finanzierung dieser sehr kosten- und zeitintensiven Maßnahmen. Der Freundeskreis wird sich auch 2017 wieder für die Unterstützung der restauratorischen Arbeiten einsetzen.
Prof. Dr. Gerd Weiß

Sanierung des Brentano-Hauses verläuft planmäßig
(Stand Dezember 2015)
Der durch die Mittel des Bundes und des Landes sowie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausfinanzierte erste Bauabschnitt verläuft planmäßig. Schon im Juli 2015 konnte mit der Sanierung der Außenhaut des Brentano-Hauses begonnen werden. Zunächst wurden der Dachboden geräumt und das Gerüst gestellt. Die aufwändigen Dachdeckerarbeiten in altdeutscher Schieferdeckung sowie die Verschieferung des Westgiebels in sehr schöner ornamentaler Anbringung wurden bis Ende November 2015 abgeschlossen. Parallel wurde der zu stark sperrende Zementputz der Gartenseite des Hauses abgenommen und durch einen Kalkputz ersetzt. Die Anstricharbeiten der gliedernden Holzteile, der Fensterrahmungen und Gesimse, sind in den Obergeschossen noch im Dezember durchgeführt worden. Hier hat die milde Witterung sehr geholfen. Inzwischen ist das Gerüst schon wieder abgebaut. Für einen Anstrich der Fassade war es dann aber doch zu kalt und zu feucht, denn der Putz konnte nicht abtrocknen.

Gemeinsam mit dem Verputz der Straßenseite werden diese Arbeiten ab Frühjahr 2016 durchgeführt. Die Reparatur und Rekonstruktion der Fenster und Klappläden erfolgt in den Wintermonaten und wird sich voraussichtlich bis weit in das Jahr 2016 hinziehen, denn diese Arbeiten sind sehr zeitintensiv. Der Einbau der Fenster und die Anbringung der Klappläden wird dann parallel mit der Sanierung der Fassade auf der Straßenseite des Hauses bis Mitte 2016 durchgeführt werden. Für diese Arbeiten wird noch einmal ein kleines Gerüst aufgebaut. Bis Ende 2016 werden die Arbeiten an der Außenhaut des Brentano-Hauses abgeschlossen sein und damit das Gebäude wieder sein ursprüngliches Erscheinungsbild zurückgewinnen.

Mit Beginn des Jahres 2016 starten auch die Vorbereitungsarbeiten für die Restaurierungsarbeiten im Inneren. In der die Maßnahme begleitenden Baukommission werden die Planungen durchgesprochen und das Raumprogramm sowie seine Umsetzung festgelegt. Die Restauratoren können im gleichen Zeitraum die notwendigen Voruntersuchungen durchführen, um damit die Voraussetzungen für die Arbeiten zu schaffen.

Fragen zur planmäßigen Sanierung des Brentano-Hauses beantwortet Frank Kirsch, Geschäftsführer der Brentano-Haus Winkel gemeinnützige GmbH (Trägergesellschaft des Brentano-Hauses) unter der E-Mail-Adresse frank.kirsch@oestrich-winkel.de.

 

Weitere Informationen siehe www.dreier-denkmalpflege.de